Umwelt & Gesundheit

Als größte Veranstaltung ihrer Art in Nordwestdeutschland sieht auch das Stadtfest seine Verantwortung für Umwelt und Gesundheit und ist bemüht, im Rahmen der Möglichkeiten den Anforderungen gerecht zu werden.
EWE NaturWatt-Strom

Beim Stadtfest 2009 wurde zum ersten mal die eigens für's Stadtfest errichtete Stromversorgung auf Ökostrom umgestellt – gemeinsam mit EWE wurde ein Konzept erarbeitet, das es erlaubt, trotz des engen Budgets des Stadtfestes den hohen Energieverbrauch während der drei Partytage umweltverträglich mit Naturwatt-Ökostrom zu decken. Das Stadtfest sagt Danke für die Unterstützung bei EWE!

Abfall

Abfall ist eines der schwierigsten Themen bei Großveranstaltungen wie dem Stadtfest. Besonders sichtbar wird er, wenn auf Straßen und Plätzen Müllberge liegen. Natürlich lässt sich Abfall nicht gänzlich vermeiden, wenn mehrere Hunderttausend Menschen bewegt werden. Seit unserer übernahme des Stadtfestes vor einigen Jahren wurde jedoch der Restmüll um gut 20% auf rund 22 Tonnen reduziert. Bereits heute ist zu beobachten, dass beim Stadtfest deutlich weniger Restmüll und Glasbruch in den jeweils betroffenen Straßen liegt als bei vielen anderen "umsonst-und-draußen"–Veranstal- tungen. Eine weitere Reduzierung des Abfalls ist realistisch gesehen kaum mehr möglich, da mittlerweile ausreichend Möglichkeiten zu korrekten Entsorgung bestehen. Der unsachgemäß anfallende Müll ist somit eher auf Bequemlichkeit (oder Ignoranz) einiger Besucher zurückzuführen.

Unser Abfall-Konzept zur Vermeidung bzw. sachgemäßen Entsorgung:

  • Aufstellung spezieller Flaschencontainer an den wesentlichen Zugängen
  • Nachhaltiges Drängen der Standbetreiber zur Umsetzung des Pfandsystems über das gesamte Fest
  • Vorschrift von Müllbehältern an jedem Stand mit Müllrücknahme und -trennung
  • Ausgefeilte Platzierung von Müllcontainern
  • Jährliche Aufklärungs-Kampagne durch PR, Anzeigen und speziellen Plakaten mit Appellen und Restriktionen
  • Weitestgehendes Verbot von Einweggeschirr
  • Umstellung des Programmheftes von Hochglanz- auf Recyclingpapier,
  • Nutzung des Internet für papierlose Bewerbungen und ausführliche Informationen
Materialentsorgung

Alle Stand- und Bühnenbetreiber sowie deren Lieferanten sind durch unsere Vertragsbedingungen verpflichtet, sämtliche Verpackungsmaterialien wieder mitzunehmen und zu recyceln bzw. fachgerecht zu entsorgen. Für Verzehrstände gibt es die Vorschrift, altes Speiseöl umweltgerecht zu entsorgen – ein entsprechender Nachweis muss dem Veranstalter vorgelegt werden. Auch Werbe- und Informationsmaterial wird sparsam bzw. so weit wie möglich internetbasiert eingesetzt, das betrifft auch z.B. die zahlreichen Bewerbungen an das Stadtfest, um unnötige Papier- und Verpackungsaufwand so gering wie möglich zu halten.

 

Verkehr

Die Anreise per Auto verursacht natürlich eine Umwelt-Belastung und fördert die Gefahr alkoholisierter Heimfahrten. Um sie so gering wie möglich zu halten, baut das Stadtfest seit unserer übernahme konsequent den öPNV aus. So gibt es sowohl mit den Linien der Oldenburger VWG als auch mit Weser-Ems-Bus von Jahr zu Jahr zusätzliche Streckenführungen während des Stadtfestes, insbesondere für weiter entfernt wohnende Besucher und auch zu späterer Stunde, so dass möglichst viel An- und Abreiseverkehr über Busse erfolgen kann. Im Internet und in der Presse veröffentlichte Park-Tipps sollen den Parkplatzsuchverkehr so gering wie möglich halten. Eine Mitfahrbörse auf der Stadtfest-Homepage ermöglicht auch Fahrgemeinschaften zum oder vom Stadtfest.

Gesundheit

Bereits bei dem ersten, von uns veranstalteten Stadtfest im Jahr 2004 haben wir die üblicherweise eigens zum Stadtfest aufgestellten Zigarettenautomaten in der Innenstadt abgeschafft. Auch sind allen Standbetreibern sog. "Flatrate"-Angebote sowie offensichtliche Dumpingpreise für Alkoholika per Vertragsbedingungen untersagt, um ein unkontrolliertes Betrinken so weit wie möglich zu verhindern. Drei Sanitätsstationen, mobile Sanitäter sowie ein eigener Sicherheitsbeauftragter, unsere Straßenbetreuer und die während des gesamten Festes permanent erreichbare Stadtfest-Hotline sollen helfen, Gefahren zu vermeiden und im Notfall schnellstmögliche Hilfe sicherstellen.

Ruhezeiten

Alle Bürger, die seit den späten 70er Jahren in die Innenstadt gezogen sind, wissen von der “Ausnahmesituation” der drei Stadtfesttage. Dennoch bemühen wir uns stets um einen Kompromiss, einerseits eine derartige Großveranstaltung in der Innenstadt durchzuführen, andererseits auch berechtigte Interessen der Anwohner (auch z.B. ein Altersheim und Krankenhaus liegen ja stadtnah) zu berücksichtigen. So sind sämtliche Bühnenbetreiber vertraglich verpflichtet, die Ruhezeiten strikt einzuhalten, was von uns kontrolliert und ggfs. in Absprache mit den Aufsichtsbehörden auch sanktioniert wird. Die auch noch eine Stunde nach Festende besetzte Hotline kümmert sich natürlich auch um eventuelle Lautstärkeprobleme von Anliegern.

Urinieren

Freies Urinieren ist unappetitlich, umweltschädlich und z.T. auch sachbeschädigend. Um dieses Problem so weit wie möglich zu verbessern, haben wir folgende Maßnahmen ergriffen:

– Verstärkte Aufstellung öffentlicher Toiletten 
– Veröffentlichung der Standorte in der Presse und im Internet 
– Einsatz von zusätzlichen, mobilen Urinalen 
– Vorschrift an teilnehmende Gaststätten, ihre Toiletten gratis zur Verfügung 
   zu stellen 
– Beratung von Hauseigentümern zum Thema 

Eine weitere Versorgung mit Toiletten ist nicht mehr möglich: An allen Stellen, an denen ein Schmutzwasserkanal und die bauliche Situation eine Aufstellung zulässt, steht bereits ein Toilettenwagen. Kleinere Einheiten sind übrigens nicht geeignet, da sie leicht umgekippt werden können und ihr Inhalt sich dann über die Straße ergießt. Eine Zusammenkettung mehrerer solche Minitoiletten wie etwa bei Openair-Festivals scheidet beim Stadtfest aufgrund der engen Straßen aus. Da kein Verzehrstand weiter als 150 meter von einer öffentlichen Toilette entfernt ist, dürfte eine ausreichende Versorgung jedoch auch gewährleistet sein.